Analyseinhalt Weichkosten  

Die Weichkosten korrelieren nicht mit der Anlegerrendite. Es gibt sowohl Angebote, die auch bei hohen Ausschüttungen der Versuchung widerstehen, die Weichkosten hoch anzusetzen (TC SI 2009). Wer relativ weniger Ausschüttungen plant, hat sich bei den Kosten allerdings systemgemäß zurückgehalten (Stadtwerke Karlsruhe 2007). Angebote, die "es sich leisten können", hohe Weichkosten einzustellen, machen davon in einigen Fällen Gebrauch: DCM 3, 2009 (durchschnittliche Ausschüttung p. a.: 13,67 %): 12,48 % (Einmalpacht am Anfang schon herausgerechnet). Trotzdem hält eine marketingfähige Ausschüttung die Weichkosten "in Schach", wenn diese Ausschüttung unter ein Niveau von durchschnittlich ca. 10 % p. a. sinkt. Dann sind keine Weichkosten über 10 % zu konstatieren. Bandbreite: Bei den initialen Kosten, bezogen auf die Gesamtinvestition inkl. Agio, ergibt sich eine Rangfolge von 3,13 % SAG, 2006 bis Wattner 2008/2009 mit 17,76 % (Handelsfonds). Mittelwert: ca. 9 %.

Grundsätzlich gilt gleichwohl: konservativ kalkulierte Weichkosten kommen der Anlegerrendite zugute. Bezogen auf das EK liegt die Rangfolge der Weichkostenquoten wie folgt, Bandbreite: SAG 2006 mit 11,6 % bis 65,48 % BVT 2008. Folgerichtig spiegeln die hohen Weichkostenquoten auf das EK bezogen die hohe FK-Quote zur Gesamtinvestition wieder (BVT: FK 84,64 %). Bei BVT haben wir Erwerbsnebenkosten wie "Strukturierung und Vermarktung des Projekts" mit einbezogen. Wir haben stets die nackten Anlagepreise allen sonstigen Anschaffungskosten gegenüber gestellt. Bei BVT liegt die Relation EK zum Gesamtaufwand beim 6,5fachen, Durchschnitt bei 53 Solarparks: 3,8fach. Bandbreite: 1,81fach (Stadtwerke Karlsruhe: Solarpark 2) bis 7,1fach (Umweltbank: Solarportfolio Bayern 2009). Ausnahmehinweis RGE 122, 2009: Es werden Weichkosten von ca. 1,85 % auf die Gesamtinvestition gelistet, bezogen auf das EK 10,33 %. Beide Positionen wären in unserer Rangfolge Platz 1. Da die RGE-Fonds nach CHECK-Recherchen mangels professionellem Vertrieb nur als Direktinvestments vermittelt und die Parks auf eigene Rechnung komplett vorfinanziert werden, erhalten diese Angebote eine Sonderstellung und müssten mit vergleichbaren Vertriebsstrukturen verglichen werden.