Analyseinhalt

Merkmal Opportunityrenditen  

Die Rechtfertigung des höheren Blind-Pool-Risikos, Immobilien aus Sondersituationen mit hohem Upsidepotenzial zu erwerben, liegt in den gegenüber klassischen Immobilienfonds deutlich höheren Renditen und der überproportional kürzeren Laufzeit. ZBI z. B. kam in der Vergangenheit bis auf ca. 16 % p. a., Fairvesta erzielt nach bisheriger Information bei allen bisherigen Objektverkäufen deutlich zweistellige Renditen (die  erste Fondsabwicklung hat diese Annahme bestätigt), Immovation erwirtschaftet laut Information vom Oktober 2010 Eigenkapital-Renditen pro Projekt von 134,71 %, und Gesamtkapitalrenditen von 33,87 % (Durchschnittswert bei einer Transaktionszeit von 4-20 Monaten), die Project Gruppe kommt angabegemäß (Laut Information 12/2010) auf Objektebene bei Opportunity Investitionen auf eine Rendite von durchschnittlich 12,6 %, bei Value Added-Investitionen auf  14,64 % (vor Kosten der Fondsverwaltung). SIP zielt auf 9 % Anfangsrendite und einen Wertzuwachs von 3 % p. a.. In der Vergangenheit wurde angeblich durchgehend eine zweistellige Gesamtkapitalrendite (vor Zins und Tilgung) erzielt (Prospekt S. 20).


Exitrenditen: Erfolgsentscheidend für Opportunityfonds sind die Veräußerungsgewinne. Kann zu marktüblichen Faktoren veräußert werden, entscheidet die Differenz zum Einkaufsfaktor (z. B. aus Sondersituationen deutlich unter Verkehrswert) über den Gewinn. Für die IRR-Rendite ist ferner ausschlaggebend, ob - wenn z. B. zum 12fachen eingekauft wurde - zum 14fachen nach 2, 4 oder 6 Jahren verkauft werden kann. Die (relativ) kurze Haltedauer minimiert den Einfluss der laufenden Kosten, da diese weitgehend oder vollumfänglich durch die laufenden Mieteinnahmen gedeckt sind. Gleichwohl sind - kurzfristig - höhere Instandhaltungs- und/oder Verwaltungsaufwendungen gegenüber klassischen Fonds die Regel, da dadurch das wohnwirtschaftliche Upsidepotenzial zeitnah realisiert werden soll (z. B. zur Erhöhung der Vermietungsquote).