Analyseinhalt

fairvesta Mercatus VI



















Mittelverwendungs-
kontrolle: 7,5
Transparenz: 8,5
Gesamt: 16,0


Die Gründung eines Beirates ist nach dem Gesellschaftsvertrag vorgesehen. Dessen Gründung ist bei allen Vorgängerfonds erfolgt. Bei Vorgängerfonds wurde per Gesellschafterbeschluss geregelt, dass vor jedem Immobilienerwerb der gemäß § 24 des Gesellschaftsvertrages zu bildende Anlegerbeirat zu informieren und zu befragen ist. Dieser kann sich mehrheitlich gegen den Erwerb entscheiden, was für die Gesellschaft verbindlich ist. Sollte die Zustimmung oder die Versagung zum Erwerb einer Immobilie nicht innerhalb von 3 Werktagen erfolgen, so wird die stillschweigende Zustimmung angenommen. Ist noch kein Anlegerbeirat vorhanden, entscheidet die Geschäftsführung alleine. Aus der Praxis berichtet uns der fairvesta Handlungsbevollmächtigte: "Wir haben grundsätzlich eine uneingeschränkte Mittelverwendungskontrolle sowie Mittelfolgekontrolle im Vorhinein durch eine unabhängige Mittelverwendungskontrollgesellschaft, welche in Ihrer Eigenschaft als beauftragter Wirtschaftsprüfer diese im Auftrag der Anleger durchführt und auch für Ihre Tätigkeit in Höhe von EUR 5 Mio. pro Schadensfall und Jahr haftet."
Kontrollfunktion des Beirats
"Der Beirat nimmt seine Aufgabe sehr ernst." Grundsätzlich gebe es bei jeder Gesellschaft 3 Anlegerbeiräte, die vor jedem Immobilienkauf über "alle wesentlichen Fakten informiert werden." Erforderlich ist das eindeutige Anlegervotum: "Damit wir überhaupt investieren können, benötigen wir mindestens die uneingeschränkte schriftliche Zustimmung von der Mehrheit der Anlegerbeiräte. Ist dies nicht der Fall, dürfen wir nicht investieren. Der Anlegerbeirat überprüft eigenständig und besichtigt auch die Objekte vor dem Kauf." Das Risiko der Handlungen des Beirats wird durch eine D&O-Versicherung vorbildlich abgefedert.


Und zur gelebten Anlegerkontrolle:
Jeder Anleger hat uneingeschränkte Bucheinsichtsrechte, die einmal im Quartal wahrgenommen werden können.  "Zusätzlich macht der Anlegerbeirat grundsätzlich vom seinem Bucheinsichtsrecht Gebrauch und kontrolliert und überprüft alle Kauf- und Verkaufsnotarurkunden, Mietverträge und deren Mieteingang sowie die laufende Buchhaltung der Bilanzierung. Im Rahmen der ordentlichen Gesellschafterversammlung erstattet dann der Anlegerbeirat den anderen Gesellschaftern zusätzlich zur Geschäftsleitung eigenständig Bericht. Der Anlegerbeirat wird grundsätzlich in der ersten ordentlichen Gesellschafterversammlung aus den eigenen Reihen der Gesellschafter für 3 Jahre gewählt, bzw. nach Ablauf der 3 Jahre wird ein neuer Anlegerbeirat durch die Gesellschafterversammlung gewählt." (fv, 05.05.11 und 04.08.11).
Transparenz: Die Geschäftsführung informiert die Kommanditisten/Treugeber und den Anlegerbeirat mindestens einmal jährlich im Rahmen der Gesellschafterversammlung, zu der alle Anleger schriftlich eingeladen werden. Zusätzlich werden die Anleger gegen Ende des Jahres nochmals durch regionale Informationsveranstaltungen aktuell über ihre Beteiligung informiert. Informiert wird über die Geschäftsentwicklung, die Details der Immobilien An- und Verkäufe sowie die Lage der Gesellschaft. Für alle fairvesta-Fonds wird jährlich durch eine unabhängige WP-Gesellschaft eine testierte Leistungsbilanz erstellt, die jedem Anleger zur  Verfügung gestellt wird. Für die fairvesta-Fonds liegt seit Juni 2011 eine testierte Leistungsbilanz per Ende 2009 vor. Demnach können Kaufpreise, Renovierungsaufwendungen, Mieteinahmen, Verkehrswerte und tatsächliche Exitpreise nachvollzogen werden. Die Leistungsbilanz habe “Investmentgrade”, so der fairvesta-Handlungsbevollmächtigte.